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FreeSync oder G-Sync – Welche Lösung ist die bessere?

Derzeit etablieren sich am Markt immer mehr Free Sync und G-Sync Monitore. Diese neuen Technologien verwenden eine adaptive Synchronisationstechnologie für LCD Bildschirme. Mit einer dynamischen Bildwiederholungsrate und mit mehrfacher Pufferung kann man dem Problem des sogenannten „Tearing“, dem Zerreißen von Einzelbildern, begegnen. Aktuelle Bildschirme mit diesen Technologien sind somit mit einer verbesserten Darstellung ausgestattet. Aber dabei steht man irgendwann vor der Entscheidung: FreeSync oder G-Sync?

Wo liegt das Problem überhaupt?

Die Grafikkarte und der Monitor sprechen sich hinsichtlich der gelieferten Bilder und der angezeigten Bilder nicht ab. Das führt dazu, dass die Grafikkarte entweder zu wenig oder zu viele Bilder liefert, jedoch nicht genau so viele, wie der Monitore benötigt. Zur Veranschaulichung ist das das folgende Beispiel sehr gut geeignet. Stellt man sich vor, dass der Monitor nun ein Bild von der Grafikkarte geliefert bekommt, dann wird es dann auf dem Bildschirm dargestellt, wenn der Monitor das Bild das nächste Mal neu anzeigt. Kommt nun danach direkt ein neues Bild von der Grafikkarte, dann versucht der Monitor das neuere Bild anzuzeigen und zerreißt das aktuelle Bild. Bestehende Lösungen dieses Problems sind nicht ausreichend.

Aber es gibt doch V-Sync?

Die meisten Spiele unterstützen V-Sync, also die vertikale Synchronisierung der Bilder. Hierbei werden, die Frames, die die Grafikkarte liefern kann an die Bildwiederholrate des Monitors angepasst. Bei Monitoren mit 60 Hz beläuft sich das dann auf 60 Bilder in der Sekunde. Das Problem dabei ist jedoch, dass V-Sync nicht mit der Grafikkarte kommuniziert und somit bei Framedrops, also wenn die Grafikkarte weniger als 60 Bilder liefert, trotzdem das Bild auf 60 Bilder limitiert. Das führt zu lästigen Input Lags. GSync oder FreeSync ermöglichen jedoch die Kommunikation zwischen Grafikkarte und Monitor und beheben somit die Problematik des Input-Lags.

G-Sync

Die Technologie G-Sync von NVIDIA ist ein proprietärer Standard, der nur von entsprechenden GeForce-Grafikkarten unterstützt wird. Durch die neue Technik entsteht ein ruckelfreies Bild. NVIDIA G-Sync kann garantieren, dass alle vom Grafikprozessor gerenderten Frames auch angezeigt werden (bis hin zu der maximalen Bildwiederholfrequenz dieses Bildschirms). Dabei wird die Rate, mit der Grafikprozessoren Frames rendern, nicht erhöht. Mit G-Sync wird die Bildwiederholfrequenz vom Bildschirm mit der Renderrate des Grafikprozessors synchronisiert. Damit werden die Bilder immer dann angezeigt, sobald sie gerendert werden. Anders als bei V-Sync führt das neue G-Sync von NVIDIA nicht zu einer höheren Eingabelatenz. Damit eignet sich diese Technologie hervorragend für Spiele, bei denen es für das Spielvergnügen auch um die Schnelligkeit beim Bildaufbau geht.

FreeSync

Ein Free Sync Monitor kann Bilder in bester Qualität wiedergeben. So kommt es zu keinem Bildschirm-Tearing mehr und die Bilder werden flüssig und artefaktfrei wiedergegeben. Mit der FreeSync Technologie werden praktisch alle Kommunikationsprobleme zwischen Prozessor und Monitor gelöst. Bei FreeSync wird Adaptive Sync verwendet. Damit Monitore vollständig von dieser Technologie profitieren können, muss ein entsprechender Scaler vorhanden sein. Ältere Monitore können leider nicht einfach durch ein Firmware-Update darauf eingestellt werden.

Vergleich FreeSync und G-Sync

Beide Technologien, Freesync oder G-Sync optimieren die Darstellung von elektronisch erzeugten Bildern zur verbesserten Darstellung an Computerbildschirmen. Ein großer Nachteil von G-Sync ist der hohe Anschaffungspreis, da G-Sync nur in Verbindung mit Monitoren mit einem geeigneten Modul zu nutzen ist. Dabei beläuft sich der Aufpreis auf teilweise happige 200 Euro. Freesync hingegen basiert auf einem offenen Standard und erfordert keinen Aufpreis. Eine AMD Grafikkarte ist jedoch Voraussetzung.

Hinsichtlich der Leistung beider Technologien gibt es ebenfalls Unterschiede. FreeSync ist dafür bekannt, dass es teilweise zu Ghosting kommen kann. Unter Ghosting versteht sich die Bildung von Schlieren. Außerdem kann es zu kleinen Rucklern kommen, wenn die Framerate nicht hoch genug ist. Dennoch hat auch G-Sync sein Päckchen zu tragen. So kämpft Nvidias Technologie mit einem Flackern, wenn die Bildraten zu tief fallen. Im Großen und Ganzen – und das ist unser subjektives Empfinden – wird G-Sync von einem Technologiestandpunkt aus von Nutzern bevorzugt.

Fazit: Freesync oder G-Sync? Was denn nun?

Ob man sich nun für Freesync oder G-Sync entscheiden mag, entscheidet letztendlich der eigene Geldbeutel. G-Sync ist die weiter fortgeschrittene Technologie. Ob das jedoch den Premium Preis für das Modul und die passende GPU rechtfertigt, sei mal dahingestellt. AMD geht mit seinem offenen Standard FreeSync in die richtige Richtung. Dieser ist jedoch noch nicht so ausgereift, wie der grüne Konkurrent, aufgrund der kürzeren Lebensdauer. Es zeigt sich ein ähnliches Bild, wie auch bei der Wahl der Grafikkarte. Wenn das Budget einen ordentlichen Aufpreis für die bessere Technologie hergibt, so fällt die Wahl auf Nvdias Lösung. Eine preiswerte Alternative stellt AMDs FreeSync Technologie dennoch dar und die Entscheidung hinzu einem offenen Standard seitens AMD anstatt einer Privatisierung sollte auch zur Kenntnis genommen werden. Wie würdet ihr euch entscheiden?` Freesync oder G-Sync?