Skip to main content

100 Hz Monitor – Ratgeber und Modellübersicht

Ein 100 Hz Monitor ist bislang eine Seltenheit auf dem Bildschirmmarkt. Vor allem gibt es bislang nur vereinzelt 100 Hz Monitore und davon sind die meisten noch nicht einmal Curved. Doch woran liegt das? Man könnte eigentlich meinen, dass solche Monitore häufiger vertreten sein sollten, angesichts der Tatsache, dass schon Monitore hergestellt werden, die jenseits von 144 Hz arbeiten.

Warum es bislang kaum 100 Hz Monitore gibt

Die Ursache für die geringe Auswahl an Monitoren kommt jedoch nicht überraschend. Der Hauptgrund für diese Seltenheit ist vor allem der Auflösung der Monitore geschuldet. Denn je höher die Auflösung des Monitors liegt, desto mehr Daten muss die Grafikkarte an den Bildschirm senden. Diese maximale Übertragungsrate ist dabei unter anderem an das Signalkabel gebunden. Dieses ist meist ein HDMI oder Displayport-Kabel, die je nach Version schon gar nicht eine solche hohe Bildwiederholrate übertragen können. Zum Beispiel kann HDMI in der Version 1.4 eine 4K Auflösung, also 3840 x 2160 Pixel, nur mit maximal 30 Hz darstellen.

Nichtsdestotrotz muss selbstverständlich der 100 Hz Monitor auch die entsprechende Technologie verbaut haben um 100 Bilder pro Sekunde darstellen zu können – Und ebendiese ist bislang in Monitoren mit Auflösungen jenseits von WQHD rar. Diese Auflösungen liegen vor allem bei den Ultrawide und Curved Monitoren bei 3440 mal 1440 Pixeln. Bislang kann bei dieser Auflösung eine hohe Bildwiederholrate nur durch ein Übertakten des Monitors erreicht werden. Das bedeutet, dass die Monitore von Werk aus nur mit 75 Hz ausgeliefert werden. Über die Software des Monitors kann jedoch mit meist wenigen Handgriffen der Monitor auf 100 Hz übertaktet werden.

Was der Vorteil von einem 100 Hz Monitor ist

Der Vorteil einer höheren Bildwiederholrate von einem 100 Hz Monitor liegt in einer flüssigeren Wiedergabe der Inhalte, beziehungsweise einer flüssigeren Wahrnehmung des Bildes. Hierbei wird oft der Mythos in den Raum geworfen, dass der Mensch ja sowieso nicht mehr als 30 Bilder pro Sekunde sieht. Dieser Mythos ist jedoch schlichtweg falsch, was man mit einem einfachen Selbsttest auch bestätigen kann. Dazu reicht es sich das folgende Video anzusehen, welches unterschiedliche Bildwiederholraten untereinander vergleicht. Dazu sollte die Videoqualität auf 720p60 gesetzt werden um den Effekt zu erkennen.

Wer auch schon einmal auf einem Monitor gespielt hat, der 144 Hz oder gar mehr darstellen kann wird mit Sicherheit einen deutlichen Unterschied gemerkt haben. Die Monitore mit solchen hohen Bildwiederholraten eigenen sich vor allem für Gamer, die Wert auf ein flüssiges und ruckelfreies Spielempfinden legen. Aus diesem Grund lohnt es sich auch für Gamer einen 100 Hz Monitor genauer unter die Lupe zu nehmen.